Blog, Sprachkunst
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Der Freie Geist

Einen Pfahl!
Ramme Ihn in dein Leben.
Die verwehte Lebenszeit
Wie Sand, vom Wind getrieben
Reist mit Ihm und ist doch stehen geblieben.


Wer du bist? Du bist dein Wort, dein Rat
In Wahrheit ists vielleicht eine grauenvolle Tat.
Wer du bist? Du bist der Sand, Vom Wind verweht und doch nie fort von dieser Welt.
Wer du bloß bist, dass du so widerstrebst
Und deine Galgenfrist Zuhaus erlebst.

Was für ein herrlich blauer Himmel,
Oder nicht?
Bin ich? Oder soll Ich?
Existieren wir nicht verweht genug dahin?

Ein Pfahl im Sand, bist du das?
Vermeintlich stark Zuhaus,
Ist die Existenz dir schon genug Reißaus?

Wer sein Pfahl nicht mit sich trägt,
Wird wohl nicht von dieser Welt geprägt.
Er hat Ihn schon gerammt,
Nur leider knapp vorbeigeschrammt am wahren Fundament.
Das Fundament des Lebens in der weiten Welt.

Reiß Ihn aus! Wo immer er auch steckt.
Nimm Ihn mit! Wo immer du auch wandelst.
Versinke nicht in deinem Alltagsmoor.
Sei klüger als wie zuvor.

Reiß ihn aus, ramm ihn ein, wo willst du denn Zuhause sein?
Lass Ihn stehen, deine Existenz ist selbst der Reise genug!

Sei der Pfahl, sei der Sand.
Auf die Erde hat man dich verbannt
Schau dich um, überall bist du selbst das Novum.
Ramm Ihn in dein Herz, die Seele,
Nur so kannst du den Deich durchbrechen.
Lass der alten Wanderlust doch freien Lauf
Und halt dich selbst nicht dauernd auf.

Aber wer bin Ich?

Die ewige Flut.

Und wohin gehen Wir?

Immer nach Hause.

 

-Leopold Tomaschek-

 

 

Bemerkung: Wer sich in der Literaturgeschichte ein wenig auskennt und gut aufpasst, erkennt an der ein oder anderen Stelle etwas wieder 😉

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