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Innenausbau 1

Viel ist passiert zwischen Spätsommer und Winterbeginn, zeit damit aufzuholen. 
Der Innenausbau nahm gegen Ende eines meist nassen und kühlen sommers Gestalt an.
Angefangen jedoch schon im Frühjahr bei der Isolierung des Bodens und der Verlegung des Blindbodens.
Dieser ist notwendig damit später die Fußbodenheizfolie und das Korkparkett vollflächig aufliegen, aber dazu später mehr.

Der Blindboden besteht aus Fichten-Dielen B-Ware.

Um die Wände zu dämmen müssen die letzten Stöße wie z.B. der Übergang zwischen Dachfläche und Traufe abgedichtet werden.

Dann konnten die Wände gedämmt und mit einer Feuchtevariablen Dampfbremsbahn abgedichtet werden, wobei „abgedichtet“ das falsche Wort ist. Bei einer Feuchtevariablen Dampfbremsbahn (unter Anderem auch als Klimamembran bekannt) handelt es sich um eine Textilie die je nach Umgebungstemperatur ihre molekulare Struktur verändert und somit angepasst an Sommer und Winter die Diffusion, also Dampfdurchlässigkeit, anpasst. Dies hilft dabei ein gutes Raumklima zu wahren und trotzdem einen optimalen konstruktiven Bauschutz gewährleisten zu können. Genaueres zur Funktionsweise dieser Membran findet ihr im tinyhouseforum.de oder über Suchmaschineneinträge wie „Feuchtevariable Dampfbremsbahn“ oder „Klimamembran“.
Bevor die Dampfbremsbahn verlegt werden kann, müssen die Elektrodosen für Steckdosen und Schalter ihre Position finden. Wäre die Dampfbremse schon darüber, müssten Stückchen der Dämmung samt Kabel und Dose durch die Dampfbremse hindurch montiert werden und da man versuchen sollte diese Membran so wenig wie möglich aufzuschneiden, damit weniger Abdichtarbeiten anfallen, macht man es besser so rum.

Die Dosen lassen sich unter der Damfpbremse einfach ertasten und kreuzweise mit einem Cutter aufschlitzen.

Wer seine Dachschrägen wie ich von innen dämmen möchte sollte sich bewusst machen, dass es sich dabei um eine Arbeit handelt sie einem schnell auf den Senkel gehen kann. Kopfüber arbeiten und dabei noch Leisten über die Dämmplatten schrauben, damit sie einem nicht auf den Kopf fallen… Da darf auch mal geflucht werden.

Der Innenraum fühlt sich durch die Kleinteiligkeit der Schrift auf der Dampfbremse nun eher eng und nicht großzügig an. Das ändert sich aber sobald die ersten Flächen verkleidet sind.

Es folgt zur zusätzlichen Verbesserung der Statik die Montage von Stahllochband welches diagonal über größere Flächen der Wände gespannt wird. Ob dieses Band im Innenraum, in der Wand oder Außen aufliegend montiert wird kommt auf die Gegebenheiten an. Aus verschiedenen Gründen habe ich mich dazu entschlossen das Stahllochband Innen unter der Verschalung zu montieren.

Dann die Verschalung: Nut und Feder / Faseprofil. Durch die Fase der Schalung lässt sich mit der Verlegerichtung optisch einiges bewirken. Je nach Ausrichtung und Linienführung wirkt der Raum breiter, höher oder dynamisch.

Die nächsten Schritte bestehen daraus Dosen (Elektrik) zu installieren, die Loft und Decke zu verschalen und nebenher häufen sich, wie könnte es auch anders sein, wieder einmal die Detailarbeiten. Radkästen, Fenster-Zierrahmen und Abschlussleisten seien als Beispiel genannt.

Bis dahin, mehr in Teil 2.

 

 

 

 

 

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